Tariftreue- und Vergabegesetz NRW
In seinem Artikel ist sich Herr Maug sicher, dass der Mindestlohn von 8,62 € im Tariftreue- und Vergabegesetz NRW dazu führt, dass die Stadt zukünftig weniger Bauleistung, Computer oder Bleistifte geliefert bekommt. Die Firmen würden wegen der 8,62 € Mindestlohn höhere Preise verlangen.
Wie niedrig sind die Löhne in diesen Firmen heute? Wie hoch sind bei diesen Niedrigentlohnten die staatlichen Aufstockungszahlungen? Diese Fragen stellt Herr Maug nicht. Nehmen wir ein Beispiel aus dem Bäckerhandwerk: Bäcker Beckmann zahlt kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Bäckerei Westermann vielen ArbeitnehmerInnen keinen Tariflohn, Bäcker Mohr im Oktober, November und Dezember 2011 gar nichts! Hat sich dieses Verhalten auf die Brötchenpreise ausgewirkt?
Ausgewirkt hat es sich auf die staatlichen Aufstockungszahlungen und auf die vielen tariftreuen kleinen und großen Bäcker, die unter dieser Konkurrenz leiden.
Der Staat spart, wenn gut arbeitende Menschen fair und gerecht entlohnt werden!
ETV Nährmitel NRW
Nach langen, intensiven Verhandlungen am 08.05.2012 hat NGG einen
Tarifabschluss durchgesetzt. Erst als die Verhandlungen kurz vor dem Abbruch standen, haben sich die Arbeitgeber bewegt. Schließlich konnten wir ein Ergebnis erzielen:
Entgelterhöhung für alle um 3,25 % ab 01.05.12
Zusätzliche Erhöhung der Ausbildungsvergütung für das 1. Ausbildungsjahr um 30 €
Der Entgelttarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31.03.2013.
ETV Bäckerhandwerk
Das Entgeltangebot der Arbeitgeber für die seit März fällige Lohnerhöhung ist völlig unakzeptabel! 3% ab Juni 2012 und mageren 2% von Juni bis April 2014 bedeuten umgerechnet auf 12 Monate: Schlappe 2,25 % für 2012 (3 Leermonate, 9 mal 3%) und 1,28 % für 2013 (3 Leermonate, 9 mal 2%, 2 Monate längere Laufzeit).
Damit bekämen die Beschäftigten noch nicht einmal einen Ausgleich für die Inflation.
Und auch beim Manteltarifvertrag sollen die Beschäftigten einbüßen: Die Arbeitgeber erklärten, sie bräuchten Entlastung und fordern "Kompensation", das heißt: Verschlechterungen. Konkret wollten sie eine Spreizung der Urlaubsstaffel mit 2 Urlaubstagen weniger.
Und: Sie verweigern nach wie vor eine Lösung für die Zuschläge am späten Abend oder am frühen Morgen im Verkauf. Dazu wären sie nur bereit, wenn Zuschläge nur für geleistete Arbeit und nicht bei Krankheit und Urlaub gezahlt werden.
Die Positionen lagen soweit auseinander, dass wir die Verhandlungen auf den 14. Juni vertagt haben.
ETV Hoga: Tarifabschluss im Gastgewerbe NRW
bessere Bedingungen und mehr Geld für Auszubildende.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Landesbezirk NRW und der zuständige Arbeitgeberverband, DEHOGA NRW, haben sich am Freitag, dem 04. Mai 2012 auf einen neuen Tarifvertrag für die cirka 300.000 Beschäftigten im Gastgewerbe zwischen Rhein und Weser geeinigt. Neben deutlichen Verbesserungen für die Auszubildenden, wurden Entgelterhöhungen im Volumen von 6,3 % vereinbart. Die Entgelte steigen ab dem 01.06.2012 um 3,1 %, ab dem 01.02.2013 und 01.09.2013 um jeweils weitere 1,6 %. Während der Laufzeit tritt ein Mindestlohn von 8,50 € in der Stunde für ungelernte Hilfskräfte in Kraft.
Für die Auszubildenden im Gastgewerbe wurden attraktivere Bedingungen sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Weihnachtsgeld festgeschrieben.
Entgeltabschluss private Hauswirtschaft NRW 2012
ersten Euro stehen auf der Agenda beider Verbände.
Insolvenz PBE (vormals Bäckerei Westermann)
Tarifrunde Bäckerhandwerk
Mehr ist fair!
Gemeinsam kriegen wir das gebacken!
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Region Dortmund ,verteilt am 11.04.2012 ab 13.30 Uhr mit aktiven NGG- Mitgliedern Flugblätter zur Tarifrunde 2012 im Bäckerhandwerk NRW in den Bäckerei-Filialen der Dortmunder City. Die Arbeitgeber kündigten den Manteltarifvertrag und fordern Verschlechterungen, wie z.B. bei den Nachtzuschlags- und der Urlaubsregelung. NGG hingegen fordert 6% mehr Entgelt und Verbesserungen im Manteltarifvertrag, wie z.B. Nachtzuschläge für ALLE Beschäftigten die nach 20.00 Uhr arbeiten und die Urlaubsstaffelung nach Branchenzugehörigkeit. Hierzu legten die Arbeitgeber bei der 1. Tarifrunde am 27.03.2012 kein akzeptables Angebot vor. Die 1. Tarifrunde war begleitet von den lautstarken Aktionen von ca. 100 Beschäftigten. Die Arbeitgeber nahmen verschämt den Hintergang zum Verhandlungslokal.
„Die Kolleginnen und Kollegen im Bäckerhandwerk leisten Tag für Tag schwere Arbeit und werden für ihren Einsatz nicht belohnt, sondern sollen mit Verschlechterungen bestraft werden. Wo bleibt hier die Fairness? Unter dem Motto „Mehr ist Fair – Gemeinsam kriegen wir das gebacken!“ setzen wir uns gemeinsam dafür ein, dass die Beschäftigten auch ein Stück vom Kuchen erhalten.“, so Zayde Torun, Gewerkschaft NGG, Region Dortmund.
Ostermarsch Rhein/Ruhr setzt sich für eine Welt ohne Waffen ein
„Wie lange wollt Ihr das hier noch machen?“ Willi Hoffmeister hört diese Frage oft. So lange diese Welt immer noch weiter aufrüste und den Frieden gefährde, ruft der Pazifist, einer der Organisatoren des diesjährigen Ostermarsches Rhein/Ruhr, den Teilnehmern zu, die Ostermontag von Bochum nach Dortmund gezogen sind, um für eine friedlichere Welt zu protestieren.
Nach Angaben der Polizei haben sich am Nachmittag rund 150 Demonstranten auf dem Wilhelmplatz in Dorstfeld versammelt, um von dort zur Abschlusskundgebung vor dem Wichernhaus zu ziehen. „Ja zur zivilen Lösung der Zukunftsprobleme“, lautet das Motto an Rhein und Ruhr. „Nein zu Krieg, Atomrüstung und innerer Militarisierung – nein zur NATO
Große Zustimmung findet dagegen die Rede von Manfred Sträter, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung, Genuss und Gaststätten (NGG): „Jede Minute stirbt ein Mensch durch Waffengewalt“, ruft er seinen Zuhörern zu.„Das sind 1440 Menschen täglich.“ Dominiert werde der Waffenhandel durch Konzerne in den USA und in Westeuropa. „Deutschland nimmt dabei eine führende Stellung ein“, kritisiert Sträter.
An Kritik spart der Gewerkschaftsfunktionär auch nicht mit Angela Merkel.
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