Betriebe & Branchen
Aktionen der Tekelarbeiter
Aktuelle Informationen über den Kampf der Tekelarbeiter finden sich hier.
Zur Information und zur Unterstützung treffen wir uns am 19.2.2010 ab 18 Uhr, Taranta Babu.
Die Arbeitnehmer von TEKEL setzen ihren Protest in Ankara fort
Der Protest der TEKEL-Arbeitnehmer gegen die plötzliche und willkürliche Entscheidung der Regierung, ihre Arbeitsstätten zu schließen, geht jetzt, trotz Kälte und Regen, ungenügender Schutzeinrichtungen und drohender Polizeigewalt, in die 7. Woche.Im Anschluss an einen dreitägigen Sitzstreik traten 100 protestierende Arbeitnehmer am Dienstag, dem 19. Januar in einen Hungerstreik und sind entschlossen, diesen solange fortzusetzen, bis die Regierung ihren Forderungen nachgibt. Sie verlangen eine andere Beschäftigung unter Aufrechterhaltung ihrer vollen Anrechte, wie es das Gesetz vorsieht, statt der jetzt angebotenen Gelegenheitsarbeit zu niedrigeren Löhnen.
Der dreitägige Sitzstreik hatte zur Folge, dass 1 500 Arbeitnehmer erkrankten und 45 in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Der türkische Ärzteverband hat Arbeitnehmern, die wegen unzureichender Ernährung und des schlechten Wetters dringend ärztlich versorgt werden müssen, seine uneingeschränkte Unterstützung zugesichert. Wie lange die Arbeitnehmer durchhalten können, ist ungewiss, denn bereits ehe der Hungerstreik begann, mussten sich ärztliche Helfer um den Gesundheitszustand geschwächter Arbeitnehmer sorgen.
Massiver Protest von Arbeitnehmern des frühren Türkischen Tabakmonopols in Ankara
Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt protestieren zur Zeit rund 10 000 Arbeitnehmer mit Angehörigen und Anhängern gegen eine Blitzentscheidung der Regierung, ihre Arbeitsstätten Ende Januar 2010 zu schließen.Nachdem der Tabakverarbeitungsbereich von TEKEL (dem Türkischen Tabak- und Alkoholmonopol) im Februar 2008 an BAT verkauft worden war, behielt der Staat die Kontrolle über die 40 Lager für Tabakblätter und Rohtabak. Die der IUL angeschlossene Tekgida-Is, die die Arbeitnehmer bei TEKEL vertritt, bemühte sich immer wieder um Verhandlungen mit der Regierung über die Zukunft der 12 000 Lagerarbeiter. Und jetzt hat die Regierung, nachdem sie die Forderungen der Gewerkschaft nach Verhandlungen stets ignoriert hat, die brutale Entscheidung getroffen, diese Lager zu schließen, wodurch 12 000 Arbeitnehmer ihre Arbeitsplätze verlieren und mit ihren Familien weitere 40 000 Menschen betroffen sind.
Westermann will BR-Mitglied entlassen
Bäckerkündigung wegen "Diebstahl von Hirtenfladenbelag geht in die 2. Instanz
Am 18.09.2009, 12.00 Uhr verhandelt die 13. Kammer des Landesar-beitsgerichts Hamm über die fristlose Kündigung des Bäckergesellen und Betriebsratsmitgliedes B. L. aus Bergkamen. Die Bäckerei Wester-mann hatte ihn und einen weiteren Kollegen im September 2008 mit dem Vorwurf „Diebstahl eines Brötchens mit Hirtenfladenbelag am 18.09.2008“ gekündigt.
Bis zur Entscheidung des Arbeitsgerichts Dortmund am 10. März 2009 wurde B. L. nicht beschäftigt. Das Arbeitsgericht Dortmund hob beide fristlose Kündigungen auf. Daraufhin wurde B. L. weiterbeschäftigt.In dem Verfahren 13 Sa 640/09 hält die Bäckerei Westermann alle Vor¬würfe nur noch gegen B. L. aufrecht und verlangt die Abänderung des Urteils der 1. Instanz. „Hier wird deutlich, dass es der Geschäftsleitung erneut um die Entfer-nung eines Betriebsratsmitgliedes im Vorfeld der Betriebsratswahlen 2010 geht“, so Manfred Sträter von der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten.
Nach Jobzusaage kam Rausschmiss
Die DB European Railservice (ERS), eine Tochtergesellschaft der Bahn mit Sitz in Dortmund, hat in einer Nacht- und Nebelaktion 20 Mitarbeiter vor die Tür gesetzt. Einige von ihnen wurden erst kurz zuvor noch auf Kosten der Arbeitsagentur qualifiziert worden.
Noch vor einer Woche soll ihnen die Personalabteilung signalisiert haben, ihre Zeitarbeitsverträge würden bis zum 30. November verlängert - nun fanden sie ihre Kündigungen in der Post.
Die Zug-Stewardess Tanja Werner gehört zu dem Dutzend Demonstranten, die sich am Mittwoch vor dem Sitz der Firma einfanden, um ihrem Ärger Ausdruck zu verleihen.
Warnstreik in der Brauindustrie
Jetzt reicht‘s! 1,5 Prozent - Mit diesem Angebot kommen wir nicht weiter!
Die Arbeitnehmer warten seit 3 Monaten auf eine Entgelterhöhung.
Die Arbeitgeber wollen uns mit einem Billigangebot abspeisen.
Gerade in der Krise brauchen wir mehr Nachfrage.
Jetzt muss es in den Kesseln gären!
Wir brauchen mehr Geld! Darum:
Nächste Woche geht es los!
Alle Kolleginnen und Kollegen werden in der 14. Kalenderwoche aufgerufen:
Raus aus den Brauereien!
Den kompletten Warnstreikaufruf gibt es hier:
Deutsche See: Mutter unter Druck gesetzt
Beim Unternehmen Deutsche See auf dem Großmarktgelände schlagen die Wogen hoch. Für Ärger im Betrieb sorgt eine Personalentscheidung zu Lasten der Mutter einer dreijährigen Tochter, die bereits seit 17 Jahren in dem Betrieb arbeitet.
Bislang morgens beschäftigt, sollte sie ab sofort vorwiegend im Nachmittagsbetrieb arbeiten - was sie aus Gründen der Kinderbetreuung aber nicht kann. Nun beschäftigte sich das Arbeitsgericht mit dem Fall - und es befand, die Deutsche See habe die Kollegin wieder zwischen 8.15 und 13.15 Uhr zu beschäftigen. Mitarbeiter der Firma mit etwa 50 Beschäftigten suchten ein Wort für den Vorgang - und fanden es in Mobbing.
Bäcker bekommen Recht
Ruhrnachrichten 10. März 2009 18:26 Uhr Im „Brötchen-Prozess“ am Dortmunder Arbeitsgericht hat ein Selmer Bäcker Recht bekommen: Die Bergkamener Bäckerei-Kette Westermann muss den fristlos gekündigten Mann ab sofort wieder beschäftigen. Das hat die 2. Kammer am Dienstag entschieden. Ihm und einem Kollegen war vorgeworfen worden, Brötchen-Aufstrich im Wert von wenigen Cent gestohlen und gegessen zu haben.
Schon um kurz nach 11 Uhr, im Anschluss an die Verhandlung vor dem Dortmunder Arbeitsgericht, strahlte Horst Dorkowski Zuversicht aus. „Ich gehe davon aus, dass das Ding durchgeht“, sagte der Bäcker (44) aus Selm.
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