Betriebe & Branchen
Insolvenz PBE (vormals Bäckerei Westermann)
Pressemitteilung der Insolvenzverwaltung vom 27.1.2012
Schwierige Verhandlungen mit dem Betriebsrat laufen
In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der unter Bäckerei Westermann am Markt bekannten PBE Produktionsgesellschaft für Bäckereierzeugnisse mbH laufen derzeit die Verhandlungen zwischen der Insolvenzverwalterin Dr. Petra Mork und dem Betriebsrat über weitere Schritte zur Restrukturierung des Unternehmens.
Während die Geschäftsführung der PBE GmbH vor der am 01.01.2012 erfolgten Eröffnung des Insolvenzverfahrens betriebsbedingte Kündigungen von Mitarbeitern ausgeschlossen hatte, zeigt sich nun, dass eine Sanierung des Unternehmens ohne betriebsbedingte Kündigungen nicht gelingen kann. Das lag nach Einschätzung der Insolvenzverwaltung auch schon damals auf der Hand. Die Geschäftsführung der Schuldnerin hatte zur Restrukturierung des Unternehmens die Schließung von insgesamt zehn nicht kostendeckend zu führenden Verkaufsfilialen geplant, die hinsichtlich fünf dieser Verkaufsstandorte bis zum 31.01.2012 vollzogen wurde.
Bäckerei Mohr ohne Chance auf Sanierung
"Die Bäckerei Mohr mit 35 Mitarbeitern und acht Filialen vor allem im Dortmunder Süden und in Witten hat Insolvenz angemeldet. Die vorläufige Insolvenzverwalterin Dr. Petra Mork sieht im Insolvenzverfahrens keine Chance für eine Sanierung. Der Tatbestand der Insolvenzverschleppung könnte vorliegen.Von Bettina Kiwitt
Eine Insolvenzverschleppung hält die heimische Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) durchaus für möglich. Der Großteil der Beschäftigten habe seit Oktober 2011 nur noch die Abschlagzahlung erhalten, die zum Großteil erst Ende November ausgezahlt worden sei.
Umbenennung in GmbH
„Das war die letzte Lohnzahlung“, sagte NGG-Sekretär Manfred Sträter am Mittwoch. Am 5. bzw. 6. Dezember sei das Unternehmen in Backtool Bäckerei GmbH nun mit Sitz in Witten umbenannt worden. Sträter: „Eine Woche nach der Umbenennung wurde der Insolvenzvertrag gestellt.“
Sträter vermutet, dass Geschäftsführer Thomas Mohr den Familiennamen schützen und nicht mit der Insolvenz in Zusammenhang bringen wollte. Im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten erklärte Thomas Mohr, es sei bei Bäckereibetrieben normal, dass es sechs bis sieben Wochen dauere, bis die Beschäftigten ihr Gehalt bekämen. Von Insolvenzverschleppung könne keine Rede sein.
Hier bin ich König (Werbeslogan der Schmidtgruppe)
„Das Unternehmen
Die im münsterländischen Coesfeld angesiedelte, mehrheitlich familiengeführte SCHMIDTGRUPPE wird zum Ende des Geschäftsjahres 2011 in den Geschäftsbereichen moderne Entertainment Center, Produktion von Unterhaltungsspielgeräten mit und ohne Geldgewinnmöglichkeit, IT-Dienstleistungen und Immobilien einen Umsatz von rund
290 Mio. EURO erwirtschaften. Die Unternehmensgruppe beschäftigt insgesamt über 1.800 Mitarbeiter. Seit Ende 2011 hat die SCHMIDTGRUPPE außerdem eine strategische Partnerschaft mit der FitX Deutschland GmbH.
Mit rund 170 modernen Entertainment Centern (SPIELSTUBEN und SPIELSTATIONEN) gehört das Unternehmen zu den führenden Anbietern der deutschen Automatenwirtschaft.“
Internetseite der Schmidtgruppe
Bäckerei Westermann
Insolvenzverfahren PBE Produktionsgesellschaft für Bäckereierzeugnisse mbH
vormals firmierend unter Bäckerei Westermann GmbH
Mit Beschluss vom 01.01.2012 hat das Amtsgericht Dortmund unter der Geschäftsnummer 253 IN 168/11 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der PBE Produktionsgesellschaft für Bäckereierzeugnisse mbH eröffnet und die Rechtsanwältin Dr. Petra Mork zugleich zur Insolvenzverwalterin bestellt. Der Beschluss wird in Kürze im Veröffentlichungsportal der Insolvenzgerichte unter www.insolvenzbekanntmachungen.de einzusehen sein.
Die PBE Produktionsgesellschaft für Bäckereierzeugnisse mbH firmierte bis kurz vor der Einleitung des Insolvenzverfahrens noch unter Bäckerei Westermann GmbH und betreibt unter diesem Handelsnamen eine Produktionsstätte für Backwaren in Bergkamen. Zum Zeitpunkt der Insolvenzantragstellung wurden insgesamt 33 Verkaufsfilialen, vorwiegend im nördlichen und östlichen Ruhrgebiet durch die Gesellschaft betrieben.
Süßwarenhersteller van Netten ist auf Expansionskurs
WR 21.12.2011 | 09:01 Uhr Anja Schröder
Anfang des Jahres stand van Netten vor der Insolvenz. Jetzt stehen die Zeichen auf Wachstum.
Der Schriftzug aus den 1970er Jahren – „Schokoladenfabrik“ – ist rein künstlerisch gesehen fast schon Kult. Und wäre damit ein Objekt für Dr. Isabella Göbel. Dass ihr Mann die Lettern nicht abmontiert? „Liegt nicht daran, dass ich sentimental bin“. Sondern daran, dass bei van Netten künftig wieder drin sein soll, was draußen dran steht. Der neue Geschäftsführer, Friedrich-Wilhelm Göbel, setzt auf Wachstum.
ETV Systemgastronomie (BdS): Protest in Do
Am 7.9.2011 protestierten ca 50 Beschäftigte aus der Systemgastronomie gemeinsam mit Gewerkschaft NGG für bessere Tarifverträge und gegen die Haltung des Arbeitgeberverbandes. Viele Passanten untesstützten die Forderungen.Hier eine Berichterstattung in der WAZ/WR und einige Bilder:
Lohnsenkung in der Systemgastronomie laut NGG „unverschämt“
Dortmund, 05.09.2011, Christina Römer WR/WAZ
Als „dreist“ und „unverschämt“ bezeichnet Manfred Sträter von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Pläne der Arbeitgeber der Systemgastronomie, die sowieso schon niedrigen Gehälter zu kürzen. Vor fünf Monaten ist der alte Tarifvertrag gekündigt worden. Die Vorstellung der Arbeitgeber: Mitarbeiter sollen Gehaltskürzungen von 10 Prozent hinnehmen. „Das hat es als Forderung noch nicht gegeben“, ist Sträter empört.
In Dortmund arbeiten zwischen 700 und 800 Menschen für die Ketten McDonald’s, Burger King, Pizza Hut, Vapiano und Kentucky Fried Chicken. Als Einstiegsgehalt bekommt ein Arbeitnehmer in dieser Branche 7,50 Euro in der Stunde. In der zweiten Stufe, nach einem Jahr im Job, gibt es 7,65 Euro pro Stunde. Die Arbeitgeber wollen nach NGG-Angaben diesen Lohn um 10 Prozent für 18 Monate bei Neueinstellungen senken.
van Netten GmbH verkauft
Dortmunder Burger King ohne Betriebsrat
Radio 912: Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten will die Wahl eines Betriebsrates bei Burger King in der Innenstadt vor dem Arbeitsgericht erzwingen. Die Betriebsratswahl sollte gestern eingeleitet werden, das scheiteterte.
Die Filiale an der Reinoldikirche ist das letzte Dortmunder Restaurant der Fast-Food-Kette ohne Mitarbeitervertretung. Ursprünglich sollte ein Betriebsrat schon kommende Woche gewählt werden. Dazu hätte sich am 19.5. ein Wahlvorstand bilden müssen. Laut der Gewerkschaft NGG seien die Mitarbeiter vor Ort allerdings so eingeschüchtert gewesen, dass sich niemand freiwillig gemeldet habe.
Gewerkschaftssekretär Manfred Sträter kündigte daher an, vor Gericht die Wahl zu erzwingen. In diesem Fall könnten auch außerbetriebliche Personen die Wahl organisieren. Die NGG war von Mitarbeitern der Burger-King-Filiale in der Innenstadt gebeten worden, eine Betriebsratswahl einzuleiten. Es gebe große Missstände unter anderem bei der Dienstplanung, sagte die Gewerkschaft.
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