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Freitag, 25. März 2011
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Warnstreik: Bei DAB-Brauern gärt es

23.03.2011, Bettina Kiwitt, RN  DORTMUND
In gar nicht bierseliger Stimmung waren am Mittwoch die Dortmunder Brauer. Mit Pfeifen und Rasseln zeigten sie gestern, dass es in ihnen heftig gärt - wegen der laufenden Tarifverhandlungen.Von Bettina Kiwitt
Die DAB-Mitarbeiter pfiffen den Arbeitgebern ihre Meinung. Mit dem Rad ging's zum Warnstreik. Vor dem Verwaltungsgebäude der DAB-Brauerei fand der Warnstreik statt.  Mit dem Rad ging's zum Warnstreik. Vor dem Verwaltungsgebäude der DAB-Brauerei fand der Warnstreik statt. Die DAB-Mitarbeiter pfiffen den Arbeitgebern ihre Meinung.
"Die wollen uns weniger Geld geben. Deswegen bin ich hier", sagte ein 39-jähriger Mitarbeiter der DAB-Brauerei an der Steigerstraße, der seinen Namen allerdings nicht nennen wollte. Er rechnet damit, dass er 400 bis 700 Euro weniger im Monat verdienen würde, wenn sich die Arbeitgeber mit ihren Forderungen durchsetzen würden. Der Mann, der seit zwölf Jahren in der Brauerei arbeitet, nahm mit rund 150 weiteren Mitarbeitern an dem Warnstreik teil.
Aufspaltung der Belegschaften bedürchtet
Manfred Sträter, Sekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, skizzierte per Megaphon, um was die Gewerkschaft in dieser Tarifrunde kämpft. Im Februar 2010 hätten die Arbeitgeber den Bundesrahmentarifvertrag aufgekündigt. Sie forderten eine Aufspaltung der Belegschaften in eine kleine Stammbelegschaft und eine so genannte Randbelegschaft.
Verlagerung von Arbeitsplätzen
Die Randbelegschaften sollten erheblich weniger verdienen, ansonsten drohten die Arbeitgeber mit einer Verlagerung dieser Arbeitsplätze an andere Unternehmen, neudeutsch auch Outsourcing genannt. Darüber hinaus sollten fast alle Tätigkeiten um eine Bewertungsgruppe herabgestuft werden, was die noch 519 Mitarbeiter der DAB Bares kosten würde, so Sträter. "Darauf solltet ihr den Arbeitgebern einen pfeifen", forderte er daher seine Zuhörer zur lautstarken Unterstützung auf, die diese auch prompt leisteten.
Tarifangebot nicht akzeptabel
Der Warnstreik sollte den Arbeitgebern aber auch signalisieren, dass ihr aktuelles Tarifangebot von 1,1 Prozent mehr Lohn nicht akzeptabel sei. Die NGG hat eine Erhöhung der Entgelte um 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert.
Keine Beeinträchtigungen
Die DAB nahm den Warnstreik gelassen. "Es gab keine Beeinträchtigungen in der Produktion, da der Warnstreik angekündigt war und im Vorfeld die notwendigen Abstimmungen durchgeführt werden konnten", teilte Andreas Thielemann, Marketingmanager der Radeberger-Gruppe, mit.