Betriebe & Branchen
Warnstreik : Brauer streiken vor DAB an der Steigerstraße in Dortmund
WR Dortmund, 22.03.2011, Dortmunds Brauer gehen am Mittwoch in den Ausstand:
Bei ihrem Warnstreik vor der Brauerei an der Steigerstraße wollen sie gegen die in ihren Augen zu geringe Lohnsteigerung von 1,1 Prozent demonstrieren. Es gärt gewaltig in der Brauwirtschaft, Warnstreiks stehen vor der Tür. Was passiert in Dortmund?
Mafred Sträter, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG): Auch wir ärgern uns über das Magerangebot bei den Entgelttarifen von lediglich 1,1 Prozent – und darüber, dass die Arbeitgeber den Bundesrahmentarifvertrag gekündigt haben. Damit ist die Gleichstellung von Angestellten und Arbeitern aufgekündigt. Und deswegen wird es am Mittwoch auch vor dem Eingang an der Steigerstraße zur DAB zu einem Warnstreik kommen. Die Mitarbeiter treffen sich um 11.55 Uhr – sozusagen um zu zeigen, dass es Fünf vor Zwölf ist.
Das Angebot von 1,1 Prozent ist nicht verhandelbar?
Sträter: Nein, Die aktuelle Inflationsrate liegt schließlich schon bei über zwei Prozent. Gefordert haben wir 5,5 Prozent. Von daher sind die 1,1 Prozent eine reine Provokation. In der Nahrungsmittelindustrie gab es nämlich keine Krise. Gegessen und getrunken wird immer.
Mit wie vielen Leuten rechnen sie?
Sträter: Das hängt von den Schichten ab, aber 150 werden es schon sein.
Türkische Gewerkschaften bitten um Unterstützung für den 1.Mai 2010
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Die NGG Dortmund hat im Frühjahr 2009 gemeinsam mit den Gewerkschaften DISK, Türk-Is, KESK,- Hava-Is,- Birlesik Metal Is, Maden-Is und TÜMTIS eine internationale Kampagne für die Anerkennung des 1.Mai als „Tag Der Arbeit“ sowie für das Demonstrations- und Versammlungsrecht in der Türkei organisiert…
Dieser Kampagne hat die entscheidende Rolle bei der Anerkennung des 1 Mai als Feiertag gespielt. Eine Dortmunder Delegation an der Maiveranstaltung teilgenommen. Bei unserem Besuch im November 2009 in Dortmund haben wir unsere Erfahrungen mit euch ausgetauscht.
Zurzeit steht der Streik der TEKEL Arbeiter bei uns im Mittelpunkt der Gewerkschaftsbewegung.
Auch bei diesem Arbeitskampf habt ihr als Region Dortmund mit eurem Hauptvorstand und vielen anderen Gewerkschaftern eine breite Solidaritätsbewegung organisiert und eine große Rolle übernommen, so dass sich die Solidarität ausweiten konnte.
Aktionen der Tekelarbeiter
Aktuelle Informationen über den Kampf der Tekelarbeiter finden sich hier.
Zur Information und zur Unterstützung treffen wir uns am 19.2.2010 ab 18 Uhr, Taranta Babu.
Die Arbeitnehmer von TEKEL setzen ihren Protest in Ankara fort
Der Protest der TEKEL-Arbeitnehmer gegen die plötzliche und willkürliche Entscheidung der Regierung, ihre Arbeitsstätten zu schließen, geht jetzt, trotz Kälte und Regen, ungenügender Schutzeinrichtungen und drohender Polizeigewalt, in die 7. Woche.Im Anschluss an einen dreitägigen Sitzstreik traten 100 protestierende Arbeitnehmer am Dienstag, dem 19. Januar in einen Hungerstreik und sind entschlossen, diesen solange fortzusetzen, bis die Regierung ihren Forderungen nachgibt. Sie verlangen eine andere Beschäftigung unter Aufrechterhaltung ihrer vollen Anrechte, wie es das Gesetz vorsieht, statt der jetzt angebotenen Gelegenheitsarbeit zu niedrigeren Löhnen.
Der dreitägige Sitzstreik hatte zur Folge, dass 1 500 Arbeitnehmer erkrankten und 45 in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Der türkische Ärzteverband hat Arbeitnehmern, die wegen unzureichender Ernährung und des schlechten Wetters dringend ärztlich versorgt werden müssen, seine uneingeschränkte Unterstützung zugesichert. Wie lange die Arbeitnehmer durchhalten können, ist ungewiss, denn bereits ehe der Hungerstreik begann, mussten sich ärztliche Helfer um den Gesundheitszustand geschwächter Arbeitnehmer sorgen.
Massiver Protest von Arbeitnehmern des frühren Türkischen Tabakmonopols in Ankara
Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt protestieren zur Zeit rund 10 000 Arbeitnehmer mit Angehörigen und Anhängern gegen eine Blitzentscheidung der Regierung, ihre Arbeitsstätten Ende Januar 2010 zu schließen.Nachdem der Tabakverarbeitungsbereich von TEKEL (dem Türkischen Tabak- und Alkoholmonopol) im Februar 2008 an BAT verkauft worden war, behielt der Staat die Kontrolle über die 40 Lager für Tabakblätter und Rohtabak. Die der IUL angeschlossene Tekgida-Is, die die Arbeitnehmer bei TEKEL vertritt, bemühte sich immer wieder um Verhandlungen mit der Regierung über die Zukunft der 12 000 Lagerarbeiter. Und jetzt hat die Regierung, nachdem sie die Forderungen der Gewerkschaft nach Verhandlungen stets ignoriert hat, die brutale Entscheidung getroffen, diese Lager zu schließen, wodurch 12 000 Arbeitnehmer ihre Arbeitsplätze verlieren und mit ihren Familien weitere 40 000 Menschen betroffen sind.






