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Montag, 08. März 2010
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8. März 2010: 99 Jahre Internationaler Frauentag

Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

In vielen Lebensbereichen haben unsere Mütter und Großmütter bereits Beträchtliches für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern erstritten. Bis zur Herstellung wirklicher Geschlechtergerechtigkeit liegt jedoch noch ein weiter Weg vor uns. Auch heute noch stehen Kämpfe gegen Lohndiskriminierung, für das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper und für Frieden auf der Tagesordnung:
• Aktuell streiten Frauen für den Erhalt ihrer guten Arbeit. Bei Schlecker geht es um den Kampf gegen ihr Abschieben in die unsichere Leiharbeit. Im vergangenen Jahr streikten Milchbäuerinnen und Hebammen für Löhne, von denen sie leben können.
• Gegen den Protest zahlreicher Frauenorganisationen wurde das Schwangerschaftskonfliktgesetz verschärft. Faktisch wurde auch für Abbrüche mit medizinischer Indikation eine Pflichtberatung eingeführt.
• Frauen und Mädchen sind in Krisen- und Kriegs-situationen besonders bedroht, aber auch besonders aktiv. Sie sind es, die einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau und zur Sicherung des Friedens beitragen, die mutig auf Missstände in ihren Ländern aufmerksam machen und sich gegen Unrecht wehren.


Die Verhältnisse und die Bedingungen haben sich in den letzten 99 Jahren verändert. Aber führen wir die Kämpfe nicht weiter, haben wir die Zukunft schon verloren:
• Streiten wir gemeinsam für das uneingeschränkte Recht von Frauen auf sichere und legale Schwangerschaftsabbrüche und für die Streichung des §218.
• Streiten wir gemeinsam dafür, dass Frauen in Kriegs- und Krisensituationen geschützt und an Friedensprozessen aktiv beteiligt werden.
Wir wünschen allen Frauen einen solidarischen internationalen Frauentag 2010!