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Montag, 16. August 2010
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Burger King Lünen: 90 % der Beschäftigten wählen zum ersten Mal Ihre Interessenvertretung

Die erste Wahl eines Betriebsrats, bei Burger King in der Dortmunder Straße in Lünen, ist mit einer Wahlbeteiligung von 90 Prozent am letzten Freitag zum Abschluss gekommen. 36 Beschäftigte gaben ihre Stimme ab. Sie haben damit der Geschäftsleitung deutlich gemacht, dass sie ab sofort mitbestimmen wollen, wenn es um ihre Arbeitsbedingungen geht.
Die drei gewählten BetriebsrätInnen, Zubeyde Sekiraca, Dilek Akgül und Ibrahim Lacin wollen erreichen, dass der Tarifvertrag der Systemgastronomie konsequent umgesetzt wird. Dabei geht es beispielsweise um die korrekte Erfassung von Arbeitszeit und die Abgeltung von Überstunden sowie die rechtzeitige Aufstellung und Genehmigung von Dienstplänen.
„Immer wieder gibt es bei der Urlaubsplanung Probleme. Auch das werden wir in Angriff nehmen. Zuerst aber kümmern wir uns mal um die Entgelte“, so Lacin im Anschluss an die Wahl. Insbesondere die Gleichbehandlung aller Kolleginnen und Kollegen, gerade wenn es um die richtige Eingruppierung geht, ist ein wichtiges Feld, mit dem sich der Betriebsrat in der nächsten Zeit beschäftigen wird.
"Wir wollen keinen Kampf, sondern einen fairen und offenen Umgang auf Augenhöhe mit der Geschäftsleitung“, so haben sich die drei KollegInnen, die erst eine Woche vorher zum Wahlvorstand gewählt wurden, positioniert. "Wir sind der Auffassung, dass ein Betriebsrat zeitgemäß ist und eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Gemeinsam werden wir viel bewegen“, sagten die drei vor ihrer Wahl. Nun wurde ihre Courage belohnt. Diese drei waren es schließlich, die sich entschlossen haben, zusammen mit dem Betreuer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), diese Wahl einzuleiten. Trotzdem die Geschäftsleitung in den vergangenen zwei Wochen versucht hat, eigene Kandidaten ins Feld zu schicken, hat die Belegschaft entschieden, die Initiatoren der Wahl mit dem notwendigen Vertrauen auszustatten und ihnen die Mehrheit verschafft.
Die NGG ist erfreut über die hohe Beteiligung. Alle drei neu gewählten BetriebsrätInnen sind Mitglied der Gewerkschaft. „Wir wünschten uns in vielen Betrieben so ein mutiges Engagement der Belegschaft“, so Benjamin Pankow von der NGG. „Denn nur so können wir nachhaltig die Interessen der Beschäftigten vertreten.“