NGG & Presse
Arbeitsklima und Tarifrunde
Drohende Rezession darf in Tarifrunde nicht abschrecken
Berlin – 23. Oktober 2008.
Ein schlechtes Zeugnis stellen die Beschäftigten der Ernährungswirtschaft sowie des Hotel- und Gaststättengewerbes ihren Unternehmen aus: bei Arbeitszufriedenheit und Qualifizierungsmöglichkeiten liegt der Index nur bei 56 bzw. 55 von 100 Punkten. Damit attestieren die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kein günstiges Arbeitsklima, führte der NGG-Vorsitzende Franz-Josef Möllenberg aus. Der DGB hatte vor kurzem seinen Index „Gute Arbeit“ vorgestellt, um zu unterstreichen, wie schlecht die Arbeitsbedingungen in Deutschland aussehen. Die NGG hat diese Studie nun für einige ihrer Bereiche zugespitzt.
Vehement verteidigte Möllenberg die aktuellen Tarifforderungen, auch die der IG Metall von acht Prozent: „Die Lohnforderungen haben nichts mit der Finanzkrise zu tun,“ so der NGG-Vorsitzende. Die Zigarettenindustrie sei sehr profitabel, da sei auch eine Lohnforderung von 8,5 Prozent gerechtfertigt. Die Rezession dürfe nicht herbeigeredet werden, die Unternehmer nutzten die Krise, um Forderungen abzuschmettern, so Möllenberg. Der stellvertretende Vorsitzende Claus-Harald Güster bemerkte flankierend, die Beschäftigten dürften nicht zweimal bestraft werden: Als Steuerzahler würden sie zur Kasse gebeten, um die Banken zu stützen und als Arbeitnehmer sollten sie Lohnzurückhaltung üben. Doch es gehe jetzt um Stärkung der Kaufkraft.






