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Dienstag, 10. Mai 2011
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Deutschen See: Tarifverhandlungen vorläufig beendet

rote_karteDie Gewerkschaft NGG ruft die Beschäftigten der „Deutsche See“ zu Protesten auf. Hintergrund sind die ergebnislos beendeten Tarifverhandlungen und Drohungen des Geschäftsführers Egbert Miebach das Unternehmen auf Kosten der Beschäftigten umstrukturieren zu wollen. Aufgrund der parallelen Vertragsverhandlungen mit dem Kunden „Nordsee“ mussten die Tarifverhandlungen mehrfach ergebnislos vertagt werden. Zuletzt wurden am 4.5.2011 vom Arbeitgeber alle Angebote zurückgezogen.
Manfred Sträter, NGG-Gewerkschaftssekretär:
„Die Beschäftigten sind es satt zu warten, bis die die Herren Miebach und Dill ihre Arbeitsleistung würdigen, sondern fordern jetzt eine angemessene Entgelterhöhung. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde ein Rekordergebnis eingefahren. Dass die Nordsee zukünftig als Kunde weg ist, ist für die aktuellen Tarifverhandlungen ohne Bedeutung. Bis zum 31. Januar 2012 sind beide Unternehmen noch aneinander gebunden, so dass die „Deutsche See“ weiterhin Geld verdient, welches von unseren Kolleginnen und Kollegen erarbeitet wird. Wenn das Geschäft jetzt schlechter läuft als im Vorjahr sollte sich die Geschäftsführung mal Gedanken machen, wie sie die Motivation der Beschäftigten steigert statt verschlechtert.“
„Für den Fall, dass Nordsee wegfällt, gibt es bereits einen Sozialplan für den Krisenfall. Die Beschäftigten sind nicht bereit ggf. anstehende Umstrukturierungen erneut mit einem Verzicht auf Entgelterhöhungen oder sogar Einschnitte in die Tarifverträge zu finanzieren“, so Sträter weiter.
Info: Die „Deutsche See“ beschäftigt aktuell an 25 Standorten in Deutschland knapp 1.750 Beschäftigte, davon 9 am Standort in Dortmund.