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Montag, 05. Januar 2009
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Mängel des Gesundheitsfonds dürfen nicht zu Lasten der Versicherten gehen

Der Start des Gesundheitsfonds steht unter keinem guten Stern. Für die meisten gesetzlich Krankenversicherten steigt der Krankenkassenbeitrag, obwohl der Gesundheitsfonds den Versicherten keine Vorteile, sondern nur Nachteile bringt. Zudem startet der Gesundheitsfonds mit einer erheblichen Unterfinanzierung. Daher ist nach Einschätzung von Experten bereits in der zweiten Jahreshälfte damit zu rechnen, dass Krankenkassen Zusatzbeiträge zu Lasten der Versicherten erheben müssen.

 

Die Mängel des Gesundheitsfonds dürfen nicht zu Lasten der Patienten und Versicherten gehen. Der Fonds muss dauerhaft hundert Prozent der Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung abdecken.Außerdem ist eine Entlastung der gesetzlich Krankenversicherten durch mehr Steuermittel für den Gesundheitsfonds notwendig. Eine solche Entlastung kommt 90 Prozent der Bundesbürger zu Gute und stärkt die Kaufkraft. Auch Rentner und Geringverdiener würden damit eine dringend benötigte finanzielle Entlastung erhalten.

 

Die versicherungsfremden Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung müssen vollständig aus Steuermitteln finanziert werden. Als erster Schritt müssen für die Bezieher von Arbeitslosengeld I und II endlich ausreichende Krankenkassenbeiträge gezahlt werden und zwar orientiert am durchschnittlichen Bruttoarbeitsentgelt. Durch zu geringe Krankenkassenbeiträge ergibt sich eine jährliche Unterfinanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von 4,7 Mrd. Euro.