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DGB-Kampagne Mindestlohn

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Noch mehr Leistungen für Mitglieder!

Montag, 05. Oktober 2009
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Einkommensrückstand von Frauen

www.lohnspiegel.de
Bereits bei den Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern zeigt sich ein deutlicher Einkommensrückstand von Frauen gegenüber Männern. Frauen mit bis zu 3 Jahren Berufserfahrung verdienen durchschnittlich 18,7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Projekts LohnSpiegel, das vom WSI-Tarifarchiv bearbeitet wird. "Dieser geschlechtsspezifische Einkommensrückstand lässt sich weder durch unterschiedliche Bildungsvoraussetzungen noch durch eine spezifische Berufswahl vollständig erklären", erläutert Projektleiter Dr. Reinhard Bispinck.  "Die Ergebnisse verweisen vielmehr auf das Fortbestehen geschlechtspezifischer Lohndiskriminierung."
   
Mittwoch, 02. September 2009
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Wer profitiert von Minijobs?

WR, 01.09.2009, Stefan Schulte
Die Bundestagswahl am 27. September wird auch darüber entscheiden, wie es für die knapp sieben Millionen Minijobber in Deutschland weitergeht.
Linke und Grüne wollen die 400-Euro-Jobs abschaffen, die FDP will sie zu 600 Euro-Jobs ausweiten, Union und SPD alles beim Alten lassen. Sechs Jahre nach Einführung durch Rot-Grün gelten die Minijobs entweder als Beschäftigungswunder oder als Inbegriff für Lohndumping. 
Was war das Ziel der Minijobs?
Die Idee des damaligen Superministers Wolfgang Clement ging so: Weil die meisten Langzeitarbeitslosen eher gering qualifiziert sind, braucht es mehr einfache Jobs zu niedrigen Löhnen. Damit die sich trotzdem lohnen, wurden die Arbeitnehmer bei Löhnen bis 400 Euro (damals 630 D-Mark) von allen Steuern und Sozialabgaben befreit. Über diese „geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse” sollten Hunderttausende den Sprung in einen Vollzeitjob schaffen.
   
Donnerstag, 27. August 2009
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Altersarmut steigt drastisch an

Stefan Schulte (WAZ)
Vor allem im Ruhrgebiet sind immer mehr Rentner auf Staatshilfe angewiesen. In Gelsenkirchen Zuwachs von 44 Prozent. Union, Grüne und Linke fordern Mindestrenten, die SPD setzt auf bessere Löhne, die FDP auf mehr Eigenvorsorge.
Die Altersarmut wächst im Ruhrgebiet besonders stark. Die Ausgaben der Städte für bedürftige Rentner sind im vergangenen Jahr dramatisch gestiegen. In NRW flossen 967 Millionen Euro Grundsicherung an Ältere, die von ihrer Rente nicht leben können. Das waren 5,3 Prozent mehr als 2007, wie aus der Sozialhilfestatistik 2008 hervorgeht. Die Mehrbelastungen der Revierstädte lagen weit darüber.
Nach WAZ-Berechnungen auf Basis der NRW-Daten explodierten in Gelsenkirchen die Ausgaben für Grundsicherung in nur einem Jahr um 44 Prozent auf 15 Millionen Euro. Herne musste einen Anstieg um 14,7 Prozent auf 7,2 Millionen verkraften, Oberhausen um 12,4 Prozent auf 11,8 Millionen. Dortmund gab mit 43,2 Millionen Euro rund vier Millionen oder 10,1 Prozent mehr aus, Essen mit 35,3 Millionen 8,3 Prozent.
   
Donnerstag, 27. August 2009
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Mindestlöhne müssen her

Komentar Silke Hoock (WAZ)
Weiblich, teilzeitbeschäftigt, protestiert nicht. Darauf hat sich wohl der Textil-Discounter Kik verlassen. Seine hauptsächlich weiblichen Teilzeitkräfte und Minijobberinnen speist er mit Dumpinglöhnen ab. Eine mutige Beschäftigte wehrte sich und bekam Recht. 5,20 Euro Stundenlohn, so die Arbeitsrichter, sind sittenwidrig.Dabei sind 5,20 Euro Stundenlohn keine Ausnahme. So berichtet das Institut für Arbeit und Qualifikation von 1,2 Millionen abhängig Beschäftigten, die weniger als fünf Euro pro Stunde verdienen. Möglich ist das, weil es in Deutschland keinen Mindestlohn gibt. „Mindestlöhne vernichten Arbeitsplätze”, behaupten deutsche Unternehmer. Ihre Kollegen in 20 europäischen Nachbarländern beweisen das Gegenteil.
Weil es keinen einheitlichen, gesetzlichen Mindestlohn gibt, franst das Lohnniveau immer weiter nach unten aus. Können viele Menschen nicht von ihrer Arbeit leben und sind auf staatliche Hilfe angewiesen. Also auf Steuergelder, die Unternehmern helfen, an den Löhnen zu sparen. Weil nicht jeder sein Recht auf faire Bezahlung einklagen kann, weil Löhne von fünf oder vier Euro skandalös sind, brauchen wir einen Mindestlohn.
   
Freitag, 10. Juli 2009
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Schutzschirm für Ausbildung jetzt

Laut DIHK bricht der Lehrstellenmarkt dramatisch ein.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sieht einen dramatischen Einbruch auf dem Lehrstellenmarkt. Insgesamt gebe es 9,3 Prozent weniger Ausbildungsverträge als vor einem Jahr. Im Osten sind es sogar 11,5 Prozent weniger. Mitten in der Krise trifft es so Schulabgänger besonders hart, da ihnen Zukunftsperspektiven genommen werden, ihnen die Tür ins Berufsleben vor der Nase zugeschlagen wird.
Der Ausbildungspakt ist gescheitert. Allen Selbstverpflichtungen zum Trotz wälzen Unternehmen ihre Verantwortung für junge Menschen ab, dabei haben sie vor Monaten noch den Fachkräftemangel beklagt.
   
Dienstag, 19. Mai 2009
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100000 demonstrieren gegen Krise und ihre Folgen

Berlin, 16. Mai (Reuters) - Zehntausende Menschen haben am Samstag in Berlin gegen Sozial- und Stellenabbau als Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise demonstriert. Ein Sprecher des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der zu der Großdemonstration aufgerufen hatte, sprach von 100.000 Teilnehmern. DGB-Chef Michael Sommer wetterte bei der Abschlusskundgebung gegen Politiker, die "alle Schleusen für Voodoo-Geldgeschäfte geöffnet und dabei jeden Schutzdamm gegen die grenzenlose Gier eingerissen haben". Zuvor hatte sich die Demonstration unter dem Motto "Die Krise bekämpfen, Sozialpakt in Europa. Die Verursacher müssen zahlen" in zwei großen Protestzügen durch die Berliner Innenstadt gezogen.
   
Dienstag, 19. Mai 2009
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Rente mit 67: Altersarmut

SoVD warnt: Rente mit 67 führt zu Anstieg von Altersarmut 
Der zweite Monitoring-Bericht des Netzwerks für eine gerechte Rente zeigt, dass die Rente mit 67 zu einem Anstieg von Altersarmut führt. Das trifft ganz besonders Berufstätige, die wegen einer schweren Erkrankung vorzeitig ihre Arbeit aufgeben müssen. Bei vielen von ihnen reicht die Erwerbsminderungsrente schon heute nicht zum Leben und sie müssen Grundsicherung beantragen. Durch die Rente mit 67 wird sich das Armutsrisiko von Erwerbsminderungsrentnern noch erhöhen. Wir fordern: Erwerbsunfähigkeit darf nicht zu Armut führen.
   
Donnerstag, 26. März 2009
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Wehrpflicht ausmustern!

Das Kölner Verwaltungsgericht hat Recht, wenn es sagt, dass man von Pflichtengleichheit nicht mehr sprechen könne, wenn nur noch eine Minderheit Dienst leistet und der Rest gesetzlich von der Dienstleistung befreit ist. Denn immerhin wird mittlerweile ca. jeder zweite ausgemustert und die Zahl der Zivildienstleistenden ist höher als die der Wehrdienstleistenden.
Letzteres ist besonders heikel, handelt es sich doch beim Zivildienst um den Ersatzdienst, der aber mittlerweile immer mehr zur Begründung für die Beibehaltung des Wehrdienstes herangezogen wird.
   

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